Warema - Logic Joe Showcase in der t3n/

Lesen Sie hier den Original-Artikel aus der t3n – digital pioneers – das Magazin für digitales Business Ausgabe 05/2022 über den Showcase unseres Kunden Warema: DXP für Contentpflege – Wie eine Digital Experience-Plattform Website-Inhalte und Omnichannel-Nutzung zusammenbringt.

Wer war der Kunde?

Die Warema-Gruppe ist ein europaweit aktiver Hersteller für Sonnenschutzprodukte wie Markisen und Jalousien samt Steuerungstechnologien und den entsprechenden Architekturlösungen. Warema bietet die Verdunkelungslösungen sowohl für B2B als auch für den Endverbraucher über Fachhändler an.

Wie hat sich das Team auf Agenturseite zusammengesetzt?

Das interdisziplinäre Logic-Joe-Team setzte sich aus Experten der Fachbereiche Kreation UX/UI, dem Developmentteam bestehend aus Frontend, Backend, Systemintegration und einem Tech-Consultant zusammen. Gesteuert wurde das agile Projekt von einem Scrum-Master auf Logic-Joe-Seite. Der an Scrum angelehnte agile Modus hat dabei für Transparenz, Kontrolle und positive Zwischenergebnisse gesorgt. 

Was beinhaltete das Projektbriefing?

Warema brauchte eine zukunftsfähige digitale Plattform, die es ermöglicht, die verschiedenen Zielgruppen in internationalen Märkten mit vielen Land- und Sprachvarianten optimal zu bedienen. Eine Vereinfachung der Contentpflege sowie die kanalübergreifende Nutzung der Omnichannel-Inhalte, die die Kundenbindung durch maßgeschneiderte und individualisierte Inhalte erhöhen soll, war ein zentrales Ziel. Ein weiteres war die Integration der datentragenden, relevanten Systeme. Das Projekt umfasste die mehrstufige Portierung und Überarbeitung der diversen Warema-Websites.

Mit Blick auf die Gesamt-Vision wurde das ganze Projekt in priorisierte Abschnitte unterteilt. Den Auftakt zu der entstehenden Digital-Experience-Plattform bildete die Portierung der mehrsprachigen Corporate Website gefolgt von den wichtigsten marktspezifischen Länderseiten. Dabei ging es auch um die Modernisierung der Gestaltungselemente und eine nutzerzentrierte Funktionsverbesserung. Ein neuer Newsroom-Bereich sowie die Anbindung an ein Media-Asset Management-System gehörten ebenso zum Auftakt-Projektscope.

Für Warema war es sehr wichtig, dass alle Designelemente maximale Wiederverwendbarkeit finden – nicht nur in den folgenden Webprojekten, sondern über sämtliche digitale Kanäle hinweg. 

Wie wurden diese Anforderungen im konkreten Design- und Kommunikationskonzept aufgegriffen? 

Die Hauptanforderung an das Kreationsteam lag in der Weiterentwicklung des bestehenden kundeneigenen Designsystems und darin, dass alle Bestandteile für sämtliche Projekte und digitalen Publikationskanäle verfüg- und verwendbar werden. Zunächst wurden alle Designelemente basierend auf dem Atomic-Design-Prinzip entwickelt und in einer Designbibliothek, der sogenannten Pattern-Library, zentralisiert verwaltet.

Eine einheitliche Designsprache wird so nachhaltig etabliert und erspart dadurch künftigen Aufwand und redundante Arbeiten. Darüber hinaus wurden sämtliche Webbausteine in der Stencil-Library gecodet. Diese Web-Components erlauben eine Kapselung und Interoperabilität einzelner HTML-Elemente und sorgen durch kanalübergreifende und technologieunabhängige Wiederverwendbarkeit für Effizienz.

Welche (Web-)Technologien kamen bei dem Projekt zum Einsatz?

Die auf intelligente Contentverteilung spezialisierte Enterprise-CMS-Lösung FirstSpirit des deutschen Herstellers e-Spirit dient als zentrale Basis der neuen Digital-Experience-Plattform für Warema. Sie wird in der Cloud als SaaS-Modell direkt vom Hersteller gehostet. Das gewährleistet kontinuierliche Updates und stetige Verbesserungen durch neueste Features. Die nahtlose Integration des PIM/MAM Systems Contentserv durch Logic Joe sorgt dafür, dass auf den Websites automatisch neue Produkte, Produktbilder und weitere zentral verwaltete Assets anhand eines intelligenten Aktualisierungsprozesses tagesaktuell zur Verfügung stehen – ohne dass es eines zusätzlichen redaktionellen Aufwands bedarf.

Für eine flüssige Zusammenarbeit und Qualitätssicherung der dezentral zusammenarbeitenden Entwickler setzte Logic Joe unter anderem auf Snapshot-Tests. Hier wird fertiger Code auf Elementebene konserviert und abfotografiert, um Überschreibungen und unerwünschte Seiteneffekte zu vermeiden beziehungsweise nachvollziehen zu können. 

Welche Projektmanagement-Tools wurden verwendet?

Logic Joe hat für komplexe Digitalprojekte, die sich meist durch eine hohe Dynamik auszeichnen, ein an Scrum angelegtes agiles Projektframework entwickelt, das auch für Warema zum Einsatz kam. Die Methodik bindet neben dem Kunden alle beteiligten Disziplinen inklusive Konzept und Design ein. In 14-tägigen Sprints werden dabei konkrete Deliverables aus dem Backlog umgesetzt und nach einer ausführlichen Präsentation der Ergebnisse an den Kunden übergeben.

Als Projektmanagement-Tools werden Atlassian Jira für das Backlog, die Sprintplanung und als Ticketsystem genutzt sowie Confluence für die langfristige Dokumentation. Das Projektteam tauscht sich zu den Designs mit Miro und regelmäßig in den scrum-typischen Terminformaten über Google Meet und Microsoft Teams aus. Die interne Kommunikation läuft dabei überwiegend in Echtzeit in projektbezogenen Slack-Channels.

Was waren die größten Herausforderungen? 

Ein Designteam auf Kundenseite mit dem eigenen Designteam zu synchronisieren und in den agilen Gesamtprozess einzubinden, war nicht trivial. Für die gemeinsame Arbeit an den Web-Components wurde zudem auf eine noch relativ junge Technologie gesetzt, die auf beiden Seiten eine hohe Lernkurve erforderte. Technisch war die daran anschließende Umsetzung beziehungsweise Nutzung von Shadow-DOM eine Challenge. 

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Zentralisierte Libraries und der Mut, auch neue Wege zu gehen, zahlen sich aus. So lässt sich wohl die wichtigste Erkenntnis nach erfolgreichem Abschluss der ersten Projektetappen am treffendsten zusammenfassen. Viel zu häufig wird dieser vermeintlich initiale Zusatzaufwand gescheut, obwohl zukünftige Folgeprojekte enorm von der nachhaltig geschaffenen Basis in Code und Design profitieren.

Welche Systeme eingebunden wurden und welche Vorteile sich für unseren Kunden Warema durch nun etablierte automatisierte Prozesse ergeben, können Sie in unserer ausführlichen Warema Success Story lesen.

Sie möchten in Zukunft auch auf eine erweiterbare Digital Experience Platform und zentralisierte Design- und Code-Libraries setzen? Wir freuen uns darauf, Sie zu beraten.

 

Hier können Sie den Originalartikel Agentur Showcase – DXP für Contentpflege lesen und herunterladen.